Freiwilliger Verzicht auf Erlass der Alkoholabgabe als Solidaritätsakt zugunsten der Prävention

EVP-Grossrat und Gas­tro­nom Hans Kip­fer will frei­wil­lig auf den Erlass der Alko­hol­gabe ver­zich­ten und for­dert seine Berufs­kol­le­gin­nen und -kol­le­gen auf, es ihm gleich­zu­tun. Anfangs Juni hat der Grosse Rat im Rah­men der Not­ver­ord­nun­gen COVID19 dem Erlass der Alko­hol­ab­gabe zuge­stimmt. Diese ber­ni­sche Mass­nahme war jedoch nicht gänz­lich unbe­strit­ten, weil damit der Fonds für Sucht­pro­bleme nicht wei­ter geäuf­net wird und der Kan­ton auch keine Alter­na­ti­ven zur Spei­sung des Fonds vor­schlägt. Den in der Sucht­prä­ven­tion täti­gen Orga­ni­sa­tio­nen wer­den damit indi­rekt Mit­tel ent­zo­gen.

Unbe­strit­te­ner­mas­sen ist die Gas­tro­no­mie in der aktu­el­len Lage dank­bar für jede noch so kleine Erleich­te­rung. Im Gegen­satz zu ande­ren wirk­sa­men Mass­nah­men ist jedoch ein Ver­zicht auf die Alko­hol­ab­gabe nur ein Trop­fen auf dem heis­sen Stein. Hin­ge­gen kann diese Mass­nahme im Prä­ven­ti­ons­be­reich Scha­den anrich­ten.

EVP Gross­rat und Gas­tro­nom Hans Kip­fer emp­fiehlt des­halb, die­sen Betrag gleich­wohl der Prä­ven­ti­ons­ar­beit zukom­men las­sen. Auf dem kan­to­na­len For­mu­lar ver­zich­tet er auf den Erlass der Alko­hol­ab­gabe zu Guns­ten des Fonds für Sucht­mit­tel. Er for­dert seine Berufs­kol­le­gin­nen und -kol­le­gen auf, es ihm als frei­wil­li­ger Soli­da­ri­täts­akt für die Sucht­kran­ken gleich­zu­tun. Damit kann der Fonds für Sucht­pro­bleme wie bis­her geäuf­net und die wert­volle Prä­ven­ti­ons­ar­beit fort­ge­setzt wer­den.  


Wei­tere Infor­ma­tio­nen:
Hans Kip­fer, Gross­rat EVP, Gast­wirt Schloss­gut Münsin­gen, 031 720 40 60 oder 079 624 13 88